05.12.2019
10 Minuten Lesezeit

Entdecken Sie die neue Welt von Frauscher und Sensonic!

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Aus Frauscher wird Frauscher Sensortechnik und Frauscher Sensonic. Was genau steckt hinter der Gründung des Spin-offs, und welche Ziele stehen für die kommenden Jahre auf den Unternehmensagenden? Das haben die CEOs im Interview verraten ...

Digitalisation on track: Frauscher und Sensonic

Das F steht bereits seit mehr als 30 Jahren für Frauscher – und Frauscher steht ab sofort nicht mehr nur für Frauscher Sensortechnik, sondern auch für Frauscher Sensonic. Mit der Gründung eines Spin-offs wird ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Globalisierung, Kollaboration, Technologie, Flexibilität und Digitalisierung: Im Doppelinterview ordnen Frauscher CEO Michael Thiel und Sensonic CEO Christian Pucher die neue strategische Ausrichtung und das Rebranding des Unternehmens ein.

Herr Thiel, jetzt da Frauscher zu Frauscher und Sensonic wird – wie fühlen Sie sich nach dem Rebranding Ihres Unternehmens?

Ich fühle mich gut. Ein langer, aufregender Prozess , den wir trotz mancher Hürden sehr gut gemeistert haben, liegt hinter uns. Wir waren schon immer ein Unternehmen, das ständig in Bewegung ist. In den vergangenen Jahren wirkte deshalb so Manches fast schon altmodisch. Verschiedene Dinge wurden diesem Bestreben einfach nicht mehr gerecht. Es gab viele Entwicklungen, die wir intern wie auch extern nicht zum Ausdruck bringen konnten. Mit zwei Unternehmen im neuen Design gehen wir von nun an noch selbstbewusster in Richtung digitale und internationale Zukunft. Auch unter den Bedingungen der Notwendigkeit zur Digitalisierung, werden unsere Lösungen weiterhin Trends setzen. 

„Wir sind alle Frauscher!“

Von nun an besteht das Unternehmen aus zwei Teilen: Frauscher und Sensonic. Wie verläuft die Kommunikation mit dem Markt – und untereinander?

Bei Frauscher finden unsere Kunden dieselben Schnittstellen und Ansprechpartner wie zuvor – auch wenn es sein kann, dass sich die Kommunikationswege im Sinne digitaler Ansätze ändern werden. Wenn konkrete Fragen auftauchen, die eher Sensonic betreffen, werden sie natürlich entsprechend weitergeleitet. Da wir weiterhin zu einer Gruppe gehören, bedeutet die Trennung keinesfalls, dass wir intern nicht mehr laufend kommunizieren.

Was war für Sie beide der Hauptgrund, Sensonic zu einem eigenständigen Unternehmen zu machen? 

Christian Pucher: Die Entwicklung einer revolutionären Technologie mit exzeptionellem Potenzial kann nicht neben dem Kerngeschäft bewerkstelligt werden, welches selbst nach wie vor stetig und schnell wächst. Wir möchten eine höhere Flexibilität für Partnerschaften und Entwicklungsprozesse garantieren und ähnlichen Märkten, Kunden und Partnern einen klaren Fokus bieten. 
 
Michael Thiel: Die tägliche Arbeit unterscheidet sich vor diesem Hintergrund in vielen Aspekten. Als Spin-off soll Sensonic jene Strukturen zur Verfügung gestellt bekommen, die für die Umsetzung des Geschäftsmodells und eines entsprechenden Standings erforderlich sind. Mit der Gründung dieses Unternehmens wollen wir sicherstellen, dass wir Innovationen auch in Zukunft mit einem klaren Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kunden vorantreiben. Sensonic wird mit Sicherheit zu einem Game-Changer hinsichtlich der Art und Weise, wie Betrieb und Instandhaltung im Bahnwesen zukünftig geplant und ausgeführt werden.
 
Umgekehrt fokussiert Frauscher zu 100 Prozent auf die Bereiche Achszählung und Raddetektion und kann hier gezielt Entwicklungen vorantreiben. Wir stellen unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen zur Verfügung, die den neuesten Stand der Technik markieren. Das machen wir bereits seit Jahrzehnten – und das ist es, was wir auch in Zukunft tun werden. Als gemeinsame Basis bietet die Frauscher Gruppe langjährige Erfahrung im Bahnbereich, die mit zukunftsfähigen Ideen vereint wird und nun in zwei Unternehmen resultiert.

„Wir möchten höhere Flexibilität und einen klaren Fokus für Kunden und Partner bieten.“

Herr Pucher, wenn wir von Partnerschaften sprechen: Es gibt eine Kooperation mit dem Unternehmen Sintela. Wer ist das, und welche Vorteile zieht Sensonic aus dieser Zusammenarbeit?

Wir haben alle Technologien und die in Frage kommenden DAS-Anbieter unter die Lupe genommen und getestet. Die Erkenntnis daraus: Sintela ist Vorreiter und Technologieführer zugleich! Die Partnerschaft basiert auf einem hohen Maß an Vertrauen und Respekt. Sintela gibt uns die Möglichkeit, auf Basis ihres generischen DAS-Systems unsere bahnspezifische FOS-Lösung zu entwickeln und anzubieten. Uns als Pionier für FOS in der die Bahn ermöglicht das neue Geschäftsmodelle.

Kommen wir nun zur Frauscher Sensortechnik: Was wird all das für dieses Unternehmen bedeuten? 

Michael Thiel: Die Frauscher Sensortechnik wird in ihrem Kernbereich fokussiert weiterarbeiten und unseren Partnern und Kunden in ähnlichen Märkten Stabilität und Orientierung bieten. Auf dieser Basis erfüllen unsere branchenführenden Raddetektions- und Achszähllösungen auch weiterhin selbst ganz spezielle Anforderungen. Zudem erweitern wir das bestehende Portfolio um neue digitale Möglichkeiten. 

Wofür steht Frauscher also?

Wir sind globaler Marktführer für Raddetektion und Achszählung mit mehr als dreißigjähriger Expertise. Mit unserem weltweiten Netzwerk an Standorten, Verkaufs- und Service-Partnern ist Frauscher in allen wichtigen Eisenbahnmärkten vertreten. Wir sprechen die Sprache unserer Kunden. Wir kennen ihre Anforderungen, und wir wissen, wie wir ihnen mit maßgeschneiderten Lösungen bestmöglich begegnen. Frauscher kombiniert bewährte Technologien und zukunftssichere Ansätze der digitalisierten Sensortechnik. Angefangen bei Software-Schnittstellen und -Umgebungen über Produkte wie Sensis bis hin zu digitalen Konzepten, setzen wir die Benchmarks der Bahnbranche. 

„Frauscher setzt weiterhin die Benchmarks der Bahnbranche.“

Noch einige Details zum Hintergrund: Was sind die Pläne und Visionen für Frauscher – was steht in den kommenden Jahren auf der Agenda?

Michael Thiel: Neue Geschäftsmodelle und Organisationsstrukturen werden die Entwicklung innovativer Produkte weiter vorantreiben. Eine globale Wachstumsstrategie unterstreicht die internationale Perspektive des Unternehmens. Wir werden an der noch besseren Vernetzung unseres Portfolios arbeiten und dafür auf Konzepte wie IoT oder Big-Data-Analyse zurückgreifen. Und ganz wichtig: Im September 2020 präsentieren wir auf der InnoTrans die neue Welt von Frauscher.

Und was sind Ihre nächsten Schritte und Ziele Herr Pucher, was ist Ihre Vision für Sensonic?

Unser Hauptziel ist ganz klar, Sensonic so schnell wie möglich als Minimum Viable Produkt voll einsatzfähig zu machen. Es sind noch ein paar Schritte zu gehen, bis wir eine End-to-End-Lösung anbieten können. Im September kommenden Jahres werden wir auf der InnoTrans schon erste Showcases präsentieren. Bis dahin heißt es Gas geben, testen und validieren – wobei ich zuversichtlich bin, dass wir eine gute Roadmap und ein tolles Team haben, um dieses Ziel zu erreichen. 

Eine letzte Frage: Steter Wandel, von einem zu zwei Unternehmen – große Herausforderungen…wenn Sie sich den bisherigen Weg von Frauscher – und Sensonic – vor Augen führen, was denken Sie dann?

Michael Thiel: Auf unser Team ist Verlass – und das nicht nur in Hinblick auf das aktuelle Rebranding. Schon seit einigen Jahren bestimmen viele Ideen und Veränderungen unser tägliches Tun, was immer wieder auch Herausforderungen mit sich brachte. Die Zeichen stehen künftig mehr denn je auf Wachstum und Innovation. Wir sind das stärkste mittelständische Unternehmen in unserer Branche und bestrebt, mit Frauscher und Sensonic als globale Gruppe zu agieren. Es ist fantastisch, zu beobachten, was wir als Team gemeinsam erreichen können.  

Christian Pucher: Ich freue mich auf alles, was noch vor uns liegt. Auf die kleinen und großen Herausforderungen, aber auch auf die Möglichkeiten und Chancen, die sich durch die Digitalisierung immer weiter mehren. Es ist spannend, Teil des Entwicklungsteams einer so disruptiven Idee zu sein. Gleichzeitig ist es natürlich nicht immer einfach, und was wir mit Sensonic vorhaben, ist sehr ambitioniert. Aber ich bin davon überzeugt, dass wir alles in der Hand haben, was es braucht, um erfolgreich zu sein. Und ich bin mir sicher, dass wir das gemeinsam schaffen. 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Stay on track – mit weiteren spannenden Insights zur neuen Welt von Frauscher:

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